Women’s Health Team for Female Refugees

Das Women’s Health Team hat auch eine eigene Webseite. Hier aber schon mal die wichtigsten Infos:

„Wir sind eine Gruppe von Hebammen und Gynäkologinnen, die sich bisher ehrenamtlich um geflüchtete Frauen und Neugeborene in verschiedenen Erstaufnahmestellen in Hamburg kümmert.

Entstanden sind wir im August 2015 aus der AG Gesundheit der Inititative Refugees Welcome Karoviertel. Zunächst arbeiteten wir ausschließlich in der Zentralen Erstaufnahmestelle (ZEA) Messehalle. Als diese Ende September 2015 aufgelöst wurde, entschlossen wir uns, unsere Arbeit auf weitere ZEAs auszuweiten.

Zurzeit betreuen wir 6 Unterkünfte in der Mitte Hamburgs und bieten dort jeweils einmal wöchentlich für ca. 2h eine Sprechstunde an. Bei jedem Einsatz arbeitet ein Team aus einer Hebamme und einer Gynäkologin Hand in Hand. Die Arbeit ist sehr vielfältig und umfangreich. Da wir unser Angebot gerne noch auf weitere Einrichtungen ausweiten möchten, steigt der Bedarf an weiteren Helfern stetig.

Unsere Arbeit

In den Unterkünften betreuen wir Frauen während und nach einer Schwangerschaft, behandeln unkomplizierte gynäkologische Erkrankungen (allerdings bisher ohne großes Equipment) und führen Beratungsgespräche durch. So können einfache Probleme meistens direkt vor Ort gelöst werden und, falls notwendig, kann aber auch eine weiterführende Diagnostik und ggf. Behandlung in Praxen und/oder Klinikien in die Wege geleitet werden.

Mit niedergelassenen GynäkologInnen in der näheren Umgebung haben wir aus diesem Grund bereits begonnen ein entsprechendes Netzwerk aufzubauen.

Jede unserer Sprechstunden wird von mindestens einer Hebamme und einer Gynäkologin betreut und findet in jeder Einrichtung einmal wöchentlich statt. Wir haben einen Pool von ehrenamtlichen Übersetzerinnen für die Sprachen Arabisch, Farsi, Tigrinya, Kurdisch, Russisch und andere. Diese sind direkt vor Ort oder wenigstens zeitgleich telefonisch erreichbar.

Da wir alle in unterschiedlichster Weise berufstätig sind, ist es jeder selbst überlassen, wie viel Zeit sie in das Projekt investieren möchte. Selbst wer beispielsweise nur eine einzige Sprechstunde im Monat mitgestalten kann, stellt bereits eine große Unterstützung für unser Team dar.

Unsere Ziele

  1. Verbesserung der Gesundheitsversorgung für Flüchtlinge im Bereich Frauengesundheit.
  2. Unterstützung von Frauen durch Frauen. Gerade unter Berücksichtigung kultureller Aspekte ist es wichtig eine erste Ansprechpartnerin zu Themen wie Gesundheit, Schwangerschaft, Psyche, Gewalt, u.v.m. zu sein und bei Bedarf eine weitere Betreuung zu vermitteln.
  3. Ermöglichen eines direkten Zugangs zur Versorgung von Schwangeren und Wöchnerinnen durch Hebammen in den Erstaufnahmestellen und Ermöglichen eines direkten Zugangs zur gynäkologischen Basisversorgung.
  4. Durchführung einer Triage. Einfache Erkrankungen (z.B. Vaginalpilz) können vor Ort therapiert werden. Dies entlastet Notaufnahmen, vermeidet unnötige Krankentransporte und verringert somit massiv Kosten und Organisationsaufwand.
  5. Aufklärungsarbeit (Verhütung, Stillen, Hygiene, Ernährung).
  6. Vernetzung mit niedergelassenen Gynäkologen, Kinderärzten, Psychologen und Institutionen wie z.B. dem Familienplanungszentrum.“

Weitere Infos auf der Webseite des Women’s Health Teams.